Warum brauchen wir Datenschutz? - Team Datenschutz

Warum brauchen wir Datenschutz?

Warum brauchen wir Datenschutz? Ist die Forderung danach nicht veraltet in einer Zeit, in der die Menschheit weltweit zusammenwächst? Datensätze helfen bei der Verbrecherfahndung, Kundenprofile ermöglichen passgenaue Produkte, der moderne Nutzer sozialer Netzwerke will seine Freunde online an seinem Leben teilhaben lassen. Sind es nicht Bürokraten und Kleingeister, die sich dem Fortschritt verschließen, indem sie wieder und wieder Rufe nach mehr Datenschutz hören lassen? Im Gegenteil. Das Thema ist aktueller denn je.

Datenschutz in der Gesellschaft

Wir leben heute in einer Welt des rasanten technischen Fortschritts. Die Menschheit vernetzt sich weltweit, das Smartphone ist überall dabei. Cloud Computing ermöglicht das Auslagern von Dateien und Anwendungen, Videoüberwachung und Gesichtserkennung dringen in den Alltag ein. Die rasante Entwicklung ermöglicht ein immer einfacheres Zusammentragen von Informationen. Immer mehr Daten werden erhoben und gespeichert, immer schwieriger wird es, den Überblick über den Verbleib persönlicher Daten zu behalten.

Vorbehalte gegen Datenkraken wie Facebook und Co. beruhen nicht auf Furcht vor Veränderung und technischem Fortschritt. Vielmehr sträubt sich der gesunde Menschenverstand gegen die Entstehung riesiger Datenbanken und die großen Gefahren, die damit verbunden sind. Viele geben wichtige Informationen über sich preis, ohne sich über deren Verbleib Gedanken zu machen. Im Internet wachsen die Datenberge, die die Nutzer bereitwillig hinterlassen.

Wohin solche Ansammlungen von Daten führen können, kann man heute kaum abschätzen. Fest steht, dass es nur ein kleiner Schritt ist vom gläsernen Menschen zur völligen Überwachung. Aus gutem Grund ist die informationelle Selbstbestimmung ein Grundrecht und sollte von jedem geschätzt und wahrgenommen werden.

Keine Demokratie ohne Datenschutz

Wer unzählige Informationen über sich weitergibt, weiß nicht, wo sie eines Tages landen oder zu welchem Zweck sie genutzt werden. Datensammlungen wie Facebook vergessen nichts, und die moderne Technik erlaubt es, Bewegungsprofile zu erstellen und Menschen permanent zu beobachten. Beim Cloud Computing verlassen unzählige Daten den privaten Bereich und können fortan aus dem Nirgendwo unbekannter Server abgerufen werden.

Ein demokratischer Staat beruht auf der Garantie der Grundrechte wie Gleichheit vor dem Gesetz, politischer Mitsprache und Glaubens- und Meinungsfreiheit. Werte wie diese werden jedoch eingeschränkt, sobald das Verhalten der Bürger aufgezeichnet wird. Wer sich beobachtet fühlt, verhält sich anders. Da macht es kaum mehr einen Unterschied, ob Informationen einst freiwillig herausgegeben oder ohne eigenes Zutun gesammelt wurden. Wenn Meinungen, Äußerungen, Handlungen zu unbekanntem Zweck gespeichert werden und sich eines Tages negativ auswirken könnten, nehmen die Menschen ihre demokratischen Grundrechte unter Umständen nicht mehr wahr. Die persönliche Freiheit des Einzelnen wird stark eingeschränkt. Die Mündigkeit der Bürger und damit Meinungsfreiheit und Meinungsvielfalt sind für eine Demokratie jedoch unerlässlich.

Datenschutz im Unternehmen

Unternehmen sind beim Datenschutz besonders in der Pflicht. Nicht nur das Gesetz gibt umfangreiche Regeln vor, auch die Kunden achten immer genauer darauf, wie mit ihren Daten umgegangen wird. Das hat aber auch sein Gutes, denn mit der Befolgung der Gesetze hat ein Unternehmen bereits viel für die Zufriedenheit und das Vertrauen seiner Kunden getan.

Das Datenschutzgesetz besagt, dass jedes Unternehmen, unabhängig von seiner Größe, bestimmte Maßnahmen zum Schutz personenbezogener Daten treffen muss. Werden mehr als neun Mitarbeiter beschäftigt, die mit solchen personenbezogenen Daten arbeiten, muss darüber hinaus ein Datenschutzbeauftragter bestellt werden. Werden im Unternehmen besonders sensible Daten verarbeitet, so ist für die Verarbeitung eine Vorabkontrolle erforderlich. Diese wiederum kann laut Datenschutzgesetz nur durch einen Datenschutzbeauftragten durchgeführt werden. Das bedeutet, dass in solchen Unternehmen in jedem Fall, unabhängig von der Zahl der Mitarbeiter, ein Datenschutzbeauftragter zu bestellen ist.

In Unternehmen, die keine besonders sensiblen Daten verarbeiten, ist erst ab zehn Personen, die mit personenbezogenen Daten in Kontakt kommen, ein Datenschutzbeauftragter zu bestellen. Sind es weniger, trägt der Verantwortliche das gesamte Risiko. Das bedeutet, dass ein solches Unternehmen zwar nicht verpflichtet ist, einen Datenschutzbeauftragten zu bestellen, aber dennoch die einschlägigen Vorschriften des Datenschutzgesetzes umsetzen muss. Tut es das nicht, drohen empfindliche Geldbußen. Eine noch schlimmere Folge ist jedoch der erhebliche Imageverlust, den das Unternehmen damit zwangsläufig erleidet.

Wenn Sie schon immer Datenschutz im Unternehmen umsetzen oder optimieren wollten, aber nie genau wussten wie, dann haben Sie jetzt die richtigen Informationen hierüber gefunden.

Team Datenschutz organisiert Ihren Datenschutz!

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